Arbeitsweise und Gremien

Das Pazifik-Netzwerk ist ein eingetragener Verein, der als gemeinnützig anerkannt ist. Er wurde 1988 als Zusammenschluss von einzelnen Pazifikgruppen gegründet, die sich in den Jahren davor bundesweit gebildet hatten. Das Netzwerk organisiert jährlich im Februar/März ein Wochenend-Seminar mit thematischem Schwerpunkt. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Innerhalb dieses Seminars wird unter anderem die Arbeit für das folgende Jahr besprochen und ein neuer Vorstand gewählt. Im derzeitigen Vorstand sind Oliver Hasenkamp (1. Vorsitzender, Berlin), Brigitte Paul (Kassenwartin, Wedel), Julika Meinert (Hamburg), Matthias Kowasch (Bremen) sowie Andreas Kaehler (Berlin).

Die Vereinsaktivitäten werden unterstützt von der Pazifik-Informationsstelle im mittelfränkischen Neuendettelsau. Fünf Vereinsmitglieder arbeiten mit im Ausschuss der Pazifik-Infostelle, der aus Vertretern der Trägerorganisationen besteht. Derzeit sind folgende Pazifik-Netzwerk-Mitglieder für die nächsten zwei Jahre im Ausschuss: Dr. Helmut Pantlen, Oliver Hasenkamp, Diakon Mark Möller und Marion Struck-Garbe.

In den ersten Jahren ergab sich der Inhalt der Arbeit vorwiegend aus der Empörung über den militärischen Missbrauch der pazifischen Inseln, insbesondere durch Atomversuche. Viele weitere Themen haben uns im Laufe der Jahre beschäftigt und tun es noch: Kämpfe um politische Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, Landrechte, wirtschaftliche Abhängigkeiten, vielfältige Umweltprobleme. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Respektierung und Vermittlung anderer Lebensweisen und kultureller Werte.

Heute sind die Pazifikgruppen mit regelmäßigen Treffs überwiegend losen regionalen Zusammenkünften - den sogenannten Pazifik-Stammtischen/regionalen Pazifik-Gruppen - gewichen. Es ist uns wichtig, von einander zu wissen und in Kontakt zu bleiben, um uns gegebenenfalls zu einzelnen Aufgaben zusammenzufinden. Die Aufgabenstellung an sich hat sich im Laufe der Jahre ebenfalls verändert. Es gibt weniger Veranstaltungen und Straßenaktionen, stattdessen ist vermehrt Lobby- und Medienarbeit gefordert. Auch die Forderung nach mehr Mobilität im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten ist an uns nicht vorübergegangen, denn meist ist ein Vorgehen auf regionaler oder bundesweiter, häufig auch europäischer Ebene notwendig. Wir arbeiten mit deutschen und europäischen Organisationen zusammen.

Das Pazifik-Netzwerk ist Mitglied im Trägerkreis von Atomwaffen abschaffen. Das Netzwerk unterstützt die internationale Stop Epa-Kampagne.