Hiroshima-Gedenktag
06.08.2004: Nürnberger Friedensgruppen erinnerten an den 59. Jahrestag des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima
Am 6. August 1945 wurde durch eine amerikanische Atombombe die japanische Stadt Hiroshima dem Erdboden gleichgemacht. Zum Gedenken an den 59. Jahrestag des Abwurfs veranstaltete ein breites Bündnis Nürnberger Friedensgruppen am Freitag, den 6. August 2004, eine Lesung.
Meine Stimme für die Stummen
An vier zentralen Orten in der Nürnberger Innenstadt (Königstor, Hallplatz, Lorenzkirche und Museumsbrücke) entrollten die rund 20 Teilnehmenden der Kundgebung ein großformatiges Banner mit dem Spruch "Meine Stimme für die Stummen" und lasen Auszüge aus dem Buch "Lernen aus dem Leid", einer Publikation des Pazifik-Netzwerks aus dem Jahr 2000.
Protest im Zeichen der Burg
Mit den Erzählungen der Atomtestopfer Darlene Keju-Johnson (gestorben 1996 an Brustkrebs) und Lijon Eknilang von den Marshall-Inseln (die im März zum 50. Jahrestag der Bravo-Bombe auf Bikini auch in Nürnberg zu Besuch war) gedachten Vertreter der Friedensinitiative Nordost, des Nürnberger Evangelischen Forums für den Frieden, des Friedensmuseum Nürnberg, von PAX CHRISTI, den Müttern gegen Atomkraft und der Pazifikgruppe Nürnberg des Pazifik-Netzwerks der Opfer von britischen, amerikanischen und französischen Atomwaffentests im Pazifik.
Eingeleitet von pazifischer Musik und "stilecht" mit Lei-Blütenkränzen ausgestattet, sorgten die lesenden Frauen für viel Aufmerksamkeit.
Lesung der Frauen
An einem gemeinsamen Infostand aller Gruppen auf der Museumsbrücke konnten sich die Besucher der Innenstadt näher über die Folgen der Atomtests im Pazifik informieren. Alle Publikationen der Pazifik-Informationsstelle, Postkarten und Dossiers lagen zum Verkauf bereit und fanden großen Anklang. Die Tageszeitung "Nürnberger Nachrichten" berichtete in ihrer Samstagsausgabe (siehe Attachment).
Infostand auf der Museumsbrücke
Zum Gedenktag veröffentlichte der Bürgermeister von Hiroshima eine Friedenserklärung (siehe Attachment).