Bougainville: Der nächste unabhängige Staat?

05.10.2026: Jetzt anmelden zur kostenfreien Veranstaltung! Selbstbestimmung, Extraktivismus und Geopolitik im Südpazifik
am 5. Okt. 2026 von 16 bis 20 Uhr bei Brot für die Welt, Caroline-Michaelis-Straße 1, 10115 Berlin

Im Pazifik könnte mit der Insel Bougainville in wenigen Jahren ein neuer Staat entstehen. 2019 stimmten in einem Referendum fast 98% der Bevölkerung der Autonomen Region für die Loslösung von Papua-Neuguinea (PNG). Die beteiligten Regierungen haben sich auf eine Übergangsperiode geeinigt, bis Bougainville die volle Unabhängigkeit erlangen soll. Dennoch bleiben bislang viele Fragen offen.

Die Geschichte Bougainvilles ist eng mit der deutschen Kolonialvergangenheit verbunden: Von 1886 bis 1914 gehörte die Insel zu Deutsch-Neuguinea. Bougainvilles Einverleibung damals in das Deutsche Kolonialreich hat den Grundstein für den späteren Unabhängigkeitskonflikt gelegt. Nach Ende des Weltkriegs wurde Bougainville Teil des australischen Mandatsgebiets Papua-Neuguinea, welches 1975 seine Unabhängigkeit erlangte. Zwischen 1988 und 1997 kam es zu einem gewaltsamen Konflikt, bei dem rund 20.000 Menschen ihr Leben verloren, teils durch Kampfhandlungen, teils weil die PNG-Regierung die durch eine Blockade abriegelte. Der Ursprung der Krise lag in den Auseinandersetzungen um den Tagebau der Panguna-Mine, einer der damals weltweit größten Kupfer- und Goldminen. Die Mine trug viele Jahre bis zu 45% zu den Exporteinnahmen PNGs bei. Die Bundesrepublik Deutschland gehörte damals zu den wichtigsten Kupferimporteuren, die die Mine hatte bis sie 1989 aufgrund der Kämpfe geschlossen wurde.

Am 5. Oktober 2026 findet ab 16 Uhr bei Brot für die Welt, Caroline-Michaelis-Straße 1, 10115 Berlin eine Diskussionsveranstaltung mit Gästen aus Bougainville statt.
Anmeldungen bitte mit diesem Link: ewde.guestoo.de/public/event/f18f34e2-a54a-4ba7-bef6-63866e8be195?lang=de

Weitere Infos: www.misereor.de/bougainville, sowie hier im Anhang das ausführliche Programm

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