Eröffnung der Ausstellung „Piksa Inap Tok“ – Was Bilder erzählen

Donnerstag, 31.08.2023, 18:00 Uhr bis Sonntag, 31.12.2023, 18:00 Uhr

Missionsakademie, Hamburg- Nienstedten

Ausstellung mit Kunstwerken aus Papua-Neuguinea in der Missionsakademie der Universität Hamburg, Seminargebäude in der Winckelmann-Straße 11, 22609 Hamburg-Nien¬stedten.

Seit Jahrzehnten leidet Papua-Neuguinea (PNG) - ein Land, in dem mehr als 80 Prozent der Bevölkerung bis heute in abgelegenen ländlichen Gebieten leben - unter Umweltzerstörung und dadurch zunehmendem Verlust an Lebensräumen, unter starkem Rückgang der Artenvielfalt und Verschmutzung durch den Bergbau. Die schlechte Regierungsführung hat zu einer nicht nachhaltigen Ressourcennutzung und zu schwerwiegenden Schäden an der Umwelt beigetragen. Jahrelange Ausbeutung des Forsts und die Rodung von Land für Agrarprojekte wie Palmölplantagen haben zu einem großen Verlust von Waldflächen geführt. Viele Tagebau-Minen und die völlig mangelhafte Entsorgung von deren teils toxischem Abraum haben die Verschmutzung von Flüssen, Gärten an den Flussrändern sowie von Küsten und Ozean nach sich gezogen. Doch diese Umweltsünden bleiben nicht länger unbemerkt, da immer mehr Menschen vor Ort gegen diese Praktiken protestieren, die sich negativ auf ihr Leben auswirken.
Im Jahr 2008 begannen einige zeitgenössische Künstler*innen in den großen Städten des Landes, Umweltschäden und die Klimawandelfolgen in ihren Werken zu thematisieren und auf die Bedrohungen hinzuweisen, die der Verlust von Land und die Verschmutzung der Meere für die kollektive Lebensgrundlage der in dörflichen Gemeinschaften lebenden Menschen darstellen.
Die Künstler*innen sprechen durch ihre Bilder (piksa inap tok) mit ihren Mitbürgern in PNG über die zunehmenden Umweltkatastrophen in Ozeanien. Davon wird die Ethnologin Marion Struck-Garbe bei der Ausstellungseröffnung berichten. Es geht den Künstler*innen aber auch darum, mit ihren Kunstwerken eine starke Botschaft an die internationale Welt zu senden, an uns, damit wir uns verstärkt für Umweltschutz einsetzen und den Klimawandel stoppen; an uns deshalb, weil wir an der Entstehung all dieses Unheils maßgeblich beteiligt sind. Marion Struck-Garbe: „Hören wir also den Bildern zu!“

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