Papua-Neuguinea und der Bergbau - Das Paradox vom Wohlstand ohne Entwicklung

14.09.2016: Neuer Blickwechsel des Asienhauses Köln von Pazifik-Netzwerk-Mitglied Dr. Roland Seib

Seit seiner Unabhängigkeit 1975 gehört der Inselstaat Papua-Neuguinea (PNG) im asiatisch-pazifischen Raum zu den Bergbauländern par excellence. Ungeachtet des hohen durchschnittlichen Wirtschaftswachstums hat sich an der Armut im Land seit den 1990er Jahren jedoch wenig geändert.

Die stagnierende soziale Entwicklung im Land hatte schon 2012 die Weltbank dazu veranlasst, über das Paradox vom Reichtum ohne Entwicklung zu lamentieren. Übersehen wurde dabei die eigene Unterstützung einer seit Jahrzehnten verfolgten Entwicklungsagenda, die auf ungezügeltem Kapitalismus und der Ressourcenausbeutung durch internationale Investoren beruht, und dies im Kontext einer an Selbstbereicherung orientierten gesellschaftlichen Elite und einer weitgehend dysfunktionalen Verwaltung. Der folgende Blickwechsel thematisiert die mit dem Bergbau zusammenhängenden komplexen und widersprüchlichen Interessen und Konsequenzen, geht auf den Widerstand der Betroffenen und zivilgesellschaftlichen Akteure ein, um abschließend Perspektiven für eine nachhaltige menschliche Entwicklung zu benennen.

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